Sichere Passwörter erstellen und merken
Wie Sie starke Passwörter erstellen, die Hacker nicht knacken können - und wie Sie sich diese mit der einfachen Satz-Methode leicht merken können.
Ein gutes Passwort ist wie ein starkes Schloss an Ihrer Haustür. Wenn es zu einfach ist, können Einbrecher (in diesem Fall Hacker) leicht eindringen und Ihre Daten stehlen oder auf Ihre Kosten einkaufen.
Die 4 goldenen Passwort-Regeln:
Die 4 goldenen Regeln für Passwörter
- Lang muss es sein: Ein Passwort sollte mindestens 12, besser noch 15 oder mehr Zeichen lang sein. Je länger, desto schwerer ist es für Computer zu knacken.
- Mischen Sie Zeichen: Verwenden Sie Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (wie !, ?, #, $). Das hilft - aber ein langes Passwort ist wichtiger als ein kurzes mit vielen Sonderzeichen.
- Nutzen Sie ganze Sätze: Ein einzelnes Wort wie "Sommer2026" wird von Hackern in Millisekunden erraten. Ein ganzer Satz wie "IchTrinkeJedenMorgen2TassenKaffee!" ist hingegen sehr sicher, weil er lang ist - und Sie können ihn sich trotzdem leicht merken.
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort: Diese Regel wird am häufigsten gebrochen - und ist besonders wichtig. Wenn Sie überall dasselbe Passwort nutzen und Hacker es bei einem Dienst (z. B. einem Online-Shop) erbeuten, haben sie sofort auch Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto und alles andere.
Zwei Tricks, um sich Passwörter zu merken
Trick 1: Die Satz-Methode
Wie oben erwähnt: Denken Sie sich einen absurden oder lustigen Satz aus. Das Gehirn merkt sich Bilder und Geschichten viel besser als eine sinnlose Zeichenfolge.
"Meine Oma backt jeden Sonntag 3 Kuchen für uns!"
Sie können diesen Satz komplett als Passwort nehmen, inklusive der Leerzeichen! Ein Leerzeichen gilt für den Computer als Sonderzeichen:
Meine Oma backt jeden Sonntag 3 Kuchen für uns! (47 Zeichen lang - mit heutigen Mitteln praktisch nicht zu erraten).
Wichtig: Verwenden Sie nicht genau diesen Beispiel-Satz! Er steht hier öffentlich im Internet und wäre damit kein sicheres Passwort mehr. Denken Sie sich Ihren eigenen, persönlichen Satz aus - je verrückter und einzigartiger, desto besser.
Hinweis: Einige wenige (meist ältere) Websites erlauben leider keine Leerzeichen in Passwörtern. In diesem Fall lassen Sie die Leerzeichen einfach weg oder ersetzen sie durch Bindestriche.
Eine andere Variante: Sie nehmen nur die Anfangsbuchstaben: MObjS3Kfu! (Kürzer, aber schwerer zu tippen).
Die beste Lösung: Ein Passwort-Manager
Wenn Sie viele Konten im Internet haben (E-Mail, Online-Banking, Shopping, Streaming), stoßen Sie auch mit dem Satz-Trick irgendwann an Ihre Grenzen. Die beste und sicherste Lösung ist ein sogenannter Passwort-Manager.
Das ist ein Programm auf Ihrem Computer oder Smartphone, das wie ein digitaler Tresor funktioniert:
- Es merkt sich alle Ihre Passwörter.
- Es kann automatisch extrem sichere, zufällige Passwörter für Sie generieren.
- Sie müssen sich nur noch ein einziges Hauptpasswort (für den Tresor) merken.
Empfehlenswerte und kostenlose Passwort-Manager sind zum Beispiel Bitwarden, die App "Passwörter" auf iPhone, iPad und Mac oder der Google Passwortmanager auf Android-Geräten.
Ganz wichtig: Das Hauptpasswort für den Passwort-Manager darf nirgendwo sonst verwendet werden. Schreiben Sie es auf einen Zettel und bewahren Sie diesen zuhause an einem sicheren Ort auf (nicht am Bildschirm!).
Zusätzlicher Schutz: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Wo immer es möglich ist (besonders bei E-Mail und Online-Banking), sollten Sie die "Zwei-Faktor-Authentifizierung" aktivieren. Das bedeutet, dass Sie beim Anmelden neben Ihrem Passwort noch einen zweiten Beweis brauchen - meistens einen Zahlencode, der Ihnen per SMS aufs Handy geschickt wird oder in einer speziellen App erscheint. Bei vielen Diensten geht das inzwischen auch mit einem sogenannten Passkey: Dann bestätigen Sie die Anmeldung einfach per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung auf Ihrem Handy - ganz ohne Passwort.
Selbst wenn ein Hacker Ihr Passwort stiehlt, kommt er ohne Ihr Handy nicht in Ihr Konto.
Wurde mein Passwort schon gestohlen?
Ob Ihre E-Mail-Adresse bei einem bekannten Datendiebstahl aufgetaucht ist, können Sie kostenlos beim Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts prüfen. Sie erhalten das Ergebnis per E-Mail. Ist Ihre Adresse betroffen, ändern Sie die Passwörter der genannten Dienste - und überall dort, wo Sie dasselbe Passwort verwendet haben.
Erfahren Sie auch, wie Sie Betrug im Internet erkennen und worauf Sie beim Online-Banking achten sollten.
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Kein Problem! Unsere freundlichen Technik-Kompliz:innen helfen Ihnen gerne persönlich weiter - direkt bei Ihnen zuhause in Berlin oder per Fernhilfe.
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