Online-Banking: So bleiben Sie sicher
Online-Banking sicher nutzen: Woran Sie gefälschte Bankseiten erkennen, warum Ihre Bank nie nach PIN oder TAN fragt und wie Sie Ihr Geld schützen.
Online-Banking ist extrem praktisch: Überweisungen von der Couch aus tätigen und jederzeit den Kontostand prüfen. Viele Menschen haben jedoch Angst vor Betrügern. Wenn Sie ein paar Grundregeln beachten, ist Online-Banking aber sehr sicher.
1. Nutzen Sie die offizielle App Ihrer Bank
Am sichersten ist das Banking über die offizielle App Ihrer Bank (z. B. Sparkasse, Volksbank, ING) auf Ihrem Smartphone oder Tablet.
- Laden Sie die App nur aus den offiziellen Stores herunter (Apple App Store oder Google Play Store).
- Apps sind oft sicherer als der Browser am Computer, da sie schwerer von anderen Programmen (wie Viren) manipuliert werden können.
2. Achtung bei der Adresse im Browser (Computer)
Wenn Sie das Online-Banking am Computer nutzen, tippen Sie die Adresse Ihrer Bank (z. B. www.sparkasse.de) immer selbst oben in die Adresszeile des Browsers ein.
Niemals über Google suchen: Suchen Sie nicht bei Google nach "Login Volksbank". Betrüger schalten oft Werbeanzeigen, die genau so aussehen wie die echte Bank, Sie aber auf eine gefälschte Seite leiten, um Ihre Zugangsdaten zu stehlen.
3. Die Adresse genau prüfen - das Schloss allein reicht nicht
Die Internetadresse Ihrer Bank muss mit https:// beginnen. Dann ist die Verbindung verschlüsselt und niemand kann Ihre Daten auf dem Weg zur Bank mitlesen. Manche Browser zeigen dafür ein kleines Schloss-Symbol an, andere (z. B. Google Chrome) nur noch ein unauffälliges Einstellungs-Symbol.
Aber Vorsicht: Auch gefälschte Seiten sind heute fast immer verschlüsselt. Ein Schloss oder "https" sagt nur, dass die Verbindung geschützt ist - nicht, dass die Seite echt ist. Prüfen Sie deshalb immer, ob der Name Ihrer Bank richtig geschrieben ist. Am einfachsten: Speichern Sie die richtige Adresse einmal als Lesezeichen und öffnen Sie das Banking nur noch darüber.
4. Ihre Bank fragt niemals nach PIN oder TAN
Das ist der wichtigste Punkt überhaupt:
- Ihre Bank wird Sie niemals am Telefon nach Ihrer PIN oder einer TAN (Transaktionsnummer) fragen - auch nicht, um angeblich eine falsche Überweisung zu stornieren. Betrüger können sogar die echte Telefonnummer Ihrer Bank auf Ihrem Display erscheinen lassen.
- Lesen Sie in der TAN-App immer genau, was Sie freigeben. Steht dort eine Überweisung oder "Gerät hinzufügen", obwohl Sie gerade nichts dergleichen tun: Brechen Sie ab!
- Ihre Bank wird Sie niemals per E-Mail oder SMS auffordern, auf einen Link zu klicken und Ihre PIN einzugeben, weil Ihr Konto angeblich "gesperrt" wurde.
Wenn Sie so einen Anruf oder eine Nachricht erhalten: Legen Sie auf oder löschen Sie die Nachricht. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie Ihre Bank selbst unter der Nummer an, die auf der Rückseite Ihrer Bankkarte steht. Falls Sie schon etwas preisgegeben haben, lesen Sie unseren Ratgeber Auf Betrug hereingefallen - was jetzt?
5. Halten Sie Ihre Geräte aktuell
Egal ob Smartphone, Tablet oder Computer: Installieren Sie immer die neuesten Updates. Diese Updates schließen Sicherheitslücken, die sonst von Hackern ausgenutzt werden könnten.
6. Öffentliches WLAN meiden
Ein öffentliches WLAN im Café, Hotel oder Zug kann jeder nutzen - auch Betrüger, die dort gefälschte Netzwerke mit ähnlichem Namen anbieten. Die Banking-App ist zwar auch dort verschlüsselt, aber sicherer ist es, Bankgeschäfte unterwegs über das mobile Internet (LTE/5G) Ihres Handys oder zuhause im eigenen WLAN zu erledigen.
Hilfe bei der Ersteinrichtung
Die Ersteinrichtung von Online-Banking (mit Push-TAN-App, QR-Codes und Briefen von der Bank) ist oft sehr kompliziert. Wir helfen Ihnen gerne dabei, alles sicher und korrekt auf Ihrem Gerät einzurichten.
Lesen Sie auch unsere Tipps zum Thema Betrug im Internet erkennen und sichere Passwörter erstellen.
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